Folge 15: Zukünfte der Audio-Medien gestalten.

Shownotes

Zwei Wege, verankert zu sein.

Karina · Krefeld Pflegerin am Niederrhein. Hört jeden Morgen Welle Niederrhein, live. Moderiert selbst den Pflege-Discord des Senders, 380 Leute, ihre Rolle: „Tante Karina“. Linkbeschreibung

Imke · Frankfurt Programmchefin der Audio-Marke Handel. Führt 18 Menschen, KI im Backend, paneuropäische Allianz. Ihr wichtigstes Asset: Wibke, eine Stimme, die ihr nicht gehört. Linkbeschreibung

Johannes Kleske

Website: johanneskleske.com Newsletter: futureslens.johanneskleske.com Garden: garden.johanneskleske.com LinkedIn: linkedin.com/in/jkleske

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00:00:03: Umgehört, der Medientalk mit Grid Lighthäuser.

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu Umgehörter der Mediantalk!

00:00:14: Ich bin Grid Lighthauser und ich freue mich sehr dass ihr heute wieder dabei seid.

00:00:18: Wie gestaltet man eigentlich Zukunft?

00:00:21: Und wer darf dabei die Geschichte erzählen?

00:00:23: Genau darum geht es in dieser heutigen Episode.

00:00:26: Wie kommt das?

00:00:27: bestimmte Zukunftsbilder?

00:00:29: unsere Entscheidungen steuern oft auch ohne dass wir es merken.

00:00:33: In dieser Folge spricht gleich Zukunftsforscher Johannes Kleske.

00:00:37: Er begleitet Unternehmen und Organisationen dabei, ihre eigenen Vorstellungen von der Zukunft zu schärfen – und aufzuhören einfach die narrative anderer zu übernehmen.

00:00:47: Was Johannes mitbringt ist kein Blick in die Glaskugel sondern ein Werkzeug!

00:00:52: Ein Verständnis davon wie Zukunftsbilder entstehen Wie sie unsere Entscheidungen in der Gegenwart steuern und wie wir anfangen können, bewusster und mutiger eigene Geschichten über die Zukunft zu erzählen.

00:01:04: Er sagt wer keine Zukunftsvision hat agiert am Ende in der Zukunftserzählung von jemand anderem.

00:01:12: Und damit übergebe ich an Johannes.

00:01:15: Mein Name ist Johannes Kleske.

00:01:16: Ich bin Zukunftsforscher und Forsytexperte Und ich schaue mir Entwicklung an und überlege, wo die hingehen könnten.

00:01:30: Das habe ich zum Beispiel viel mit dem WDR gemacht.

00:01:34: In den Jahren habe ich den SWR in großen Zukunftsprojekten begleitet.

00:01:45: Den Medienkontext kenne ich also von der Seite der Öffentlich-Rechtlichen ganz gut!

00:01:49: Ich möchte euch in den nächsten Minuten mit rein nehmen einen Gedankengang Einen, der euch unabhängig von hier und jetzt durch die nächsten zwölf Monate begleiten kann.

00:01:57: Wo können wir mehr gestalten?

00:02:00: Ich weiß nicht ob euch aufgefallen ist wie viele Plakate gerade irgendwas mit Zukunft im Slogan haben oder bei wie vielen Parteitagen in den letzten zwölfen Monaten im Hintergrund Zukunft gestalten stand.

00:02:12: Die SPD hat vor ein paar Wochen gemeinsam Zukunft schreiben oder so ähnlich plakatiert für ihren Parteitag.

00:02:19: Anrufgestalten ist ein Slogans der in den letzten zwölf bis vierundzwanzig Monaten ständig überall auftaucht.

00:02:25: Und vielleicht habt ihr euch mal gefragt, wie geht das eigentlich Zukunft gestalten?

00:02:30: Was bedeutet das?

00:02:32: Genau das wollen wir uns jetzt anschauen und auf euren Kontext runterbrechen.

00:02:36: Dazu brauchen wir erstmal ein bisschen Theorie!

00:02:39: Wenn ihr Entscheidungen zu treffen habt, gibt es typischerweise drei Arten von Kräften.

00:02:43: Die versuchen eure Entscheidung zu beeinflussen.

00:02:45: Sie können in euch drin sein sie können von außen kommen.

00:02:48: Ich finde das immer sehr spannend die mal zu betrachten.

00:02:50: man kann es auch ganz praktisch als Methode verwenden.

00:02:52: ich habe Kunden die mahlen sich einfach einen Dreieck auf ein Dienervierpapier und fangen an zu schreiben was die verschiedenen Kräfte sind ihre Entscheidung beeinflussend.

00:03:01: Das hilft manchmal enorm.

00:03:03: also Wir steigen ein in das sogenannte Futures Triangle oder zukünfte Dreieck und die erste Kraft, der erste Ecke des Dreiecks, die nennen wir das Gewicht der Vergangenheit.

00:03:16: Das ist das woher kommen Regulierung, Pfadabhängigkeit, Traditionen, Rituale Best Practices?

00:03:24: Ich fasse sie immer gerne mit dem Satz zusammen – das haben wir schon immer so gemacht!

00:03:28: Kennt ihr aus vielen, vielen Meetings?

00:03:31: Das sind bewährte Sachen Aber auch das, was uns manchmal festhält.

00:03:36: Und dann gibt es die zweite Kraft!

00:03:38: Das ist der Druck-der-Gegenwart – alles, was hier und heute auf uns einströbt.

00:03:43: Mein Lieblingsbeispiel KI.

00:03:45: Ihr kennt das?

00:03:46: Wir müssen auch etwas mit KI machen.

00:03:48: Warum war alle etwas mit KAI

00:03:49: machen?!

00:03:50: Aber was sollen wir mit KA I machen?

00:03:51: Völlig egal!

00:03:52: Hauptsache, wir machen was mit KI, damit wir sagen können dass wir was mit KA i machen.

00:03:56: Das ist Der Druck der Gegenwart.

00:03:58: Er versucht uns bestimmte Richtung zu schieben und wir versuchen hinterherzukommen, die ganze Zeit Feuer zu löschen.

00:04:04: Der Druck der Gegenwart ist das was in euren Outlook-Inboxen gerade passiert während ihr hier zuhört – dieser Alltagsstress!

00:04:13: Feuerlöschen.

00:04:15: Und dann gibt es eine dritte Kraft, die stark beeinflusst wie wir Entscheidungen treffen.

00:04:20: Die haben uns häufig aber nicht so richtig bewusst sind.

00:04:23: Das ist die sogenannte Zugkraft der Zukunft.

00:04:26: Wir alle machen uns ständig Gedanken über die Zukunft.

00:04:29: In der Forschung wurde festgestellt, wenn wir an nichts Bestimmtes denken – wenn wir tagträumen zum Beispiel unter der Dusche geht unser Kopf in sechzig Prozent der Zeit in die Zukunft!

00:04:38: Ich muss heute noch das und das mache nächste Woche dieses Event.

00:04:41: wohin eigentlich?

00:04:41: im Sommer im Urlaub.

00:04:43: Wir sind ganz viel Zeit damit beschäftigt uns über die zukunft Gedanken zu machen und dass beeinflusst sehr stark wie wir in der Gegenwart Entscheidungen treffen.

00:04:55: Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, ein Zukunftsforscher.

00:04:59: Was und der sucht er eigentlich?

00:05:01: Per Definition existiert das Objekt die Zukunft nicht – sonst wäre es ja Gegenwart!

00:05:07: Also womit beschäftige ich mich?

00:05:09: Solange die Zukunft noch nicht gegenwart geworden ist exiziert sie nur in einer Form hier und jetzt in unseren Köpfen.

00:05:18: Wir alle haben Vorstellung, Erwartungen, Annahmen, Hoffnung und Wünsche und Befürchtung über die Zukunft.

00:05:26: Und zwar jetzt und hier in der Gegenwart.

00:05:29: Deshalb sprechen wir in der Zukunftsforschung von sogenannten gegenwärtigen Zukunften und unterscheiden sie ganz bewusst von zukünftigen Gegenwarten.

00:05:38: Klingt nach Wortspielerei aber denkt mal drüber nach zukünftigem Gegenwart!

00:05:43: Dieser Punkt in der Zukunft, den man anzizipiert, aber in dem Sinne nicht existiert beschäftigen uns mit dem was jetzt und hier da ist.

00:05:52: In der Zukunftsforschung Was sind die Bilder?

00:05:55: Die ich im Kopf habe?

00:05:57: das ist Gegenwärtige zukünfte Und wenn wir darüber nachdenken jeder von euch hat wahrscheinlich ein leicht anderes Bild von der Zukunft im kopf als die Nachbarin oder der Nachbar.

00:06:07: Deshalb sprechen wir in der zukunftsforschung immer von zukunft in der mehrzahl.

00:06:11: es gibt nicht nur die eine Zukunft.

00:06:15: Das ist ganz wichtig zu verstehen, ganz viele Entwartungen und Bilder in unseren Köpfen haben enormen Einfluss auf unsere Entscheidung.

00:06:23: was ich annehme, was sich befürchte wie es morgen wird so verhalte ich mich heute.

00:06:28: das hat mit dem Morgen gar nichts zu tun, dass damit zu tun was ich gerade im meinem Kopf mir über das morgen überlege denn zukünfte sind am Ende nichts anderes als Geschichten die wir uns selbst und anderen erzählen.

00:06:44: Wenn wir heute über KI reden, und darüber was das in Zukunft alles machen wird sagt uns das ganz wenig darüber was tatsächlich passieren wird aber ganz viel darüber was wir heute annehmen.

00:06:55: und dementsprechend verhalten wir uns also nochmal.

00:06:58: wenn wir über die Zukunft sprechen lernen wir relativ wenig über die zukunft aber ganz viele darüber was uns heute hier und jetzt bewegt.

00:07:10: Wenn Sam Altman auf der Bühne erzählt, artificial general intelligence AGI sei fast da und dann werde sich alles verändern.

00:07:20: Da hat das nichts damit zu tun dass er wirklich glaubt dass morgen die allgemeine künstliche Intelligenz da ist.

00:07:26: Es hat damit zu tun dass er seinen Geldgeber überzeugen will ihm noch mehr Geld zu geben Und so beeinflusst er unsere Wahrnehmung Weil je mehr wir seine Geschichte glauben umso wahrscheinlicher wird die Zukunft die er erzählt weil wir uns dem entsprechend verhalten.

00:07:44: Deshalb ist es so wichtig, sich das bewusst zu machen.

00:07:47: welche Geschichte über die Zukunft beeinflussen meine Entscheidungen in der Gegenwart und im Umkehrschluss?

00:07:54: wenn wir uns keine eigenen Geschichten erzielen agieren wir typischerweise in der Zukunftserzählung von jemand anders.

00:08:03: und die Frage ist wollen wir dass?

00:08:07: Ich erlebe das viel mit Unternehmen, die mehr oder weniger blind das Zukunftsnarrativ des Silicon Valley übernehmen und sich dann wundern warum sie kein Handlungsraum haben.

00:08:16: Sie folgen die ganze Zeit dieser Geschichte.

00:08:18: deshalb mein erster Punkt reflektiert woher eigentlich eure Vorstellung von der Zukunft kommen.

00:08:25: Es gibt ein schönes Zitat von Duncan Bruce und Joff Crook dass ich dazu gerne heranziehe.

00:08:30: Wenn wir die zukunft nicht erfinden wird es jemand anders für uns tun und es wird dessen Zukunft sein Nicht unsere.

00:08:40: Und dann stellt euch vor, Vor fünfzehn Jahren, wir gehen ins Jahr zwanzig zehn, zwanzzig zwölf.

00:08:47: Social Media ist gerade immer größer geworden.

00:08:50: Alle sind auf Twitter.

00:08:51: Instagram fängt gerade an Der große Begriff in der Medienproduktion Snackable Content.

00:08:57: Die Leute haben keine Aufmerksamkeit mehr weil die Informations ganz schnell flippen durch.

00:09:03: Wir müssen sie schnell catch'n mit Clickbait Headlines Immer etwas versprechen und dann rausziehen.

00:09:08: Und dann kommt jemand und sagt, was wäre wenn die Zukunft von Audio dreistündige Konversationen wären?

00:09:18: Was hätte man damals dieser Person gesagt.

00:09:20: Du bist völlig bescheuert.

00:09:21: du hallucinierst.

00:09:24: Du denkst dir irgendwas aus und dann kamen Podcasts und plötzlich verbringen Menschen teilweise einen Großteil ihres Tages damit Stimmen in ihrem Kopf zu haben, die ausführlich ein großer Länge Gespräche führen oder Themen aufbereiten.

00:09:39: Das ist so faszinierend für mich!

00:09:41: Es zeigt uns gerade in Kontexten, wo alle davon ausgehen.

00:09:45: es muss alles kürzer und lauter werden.

00:09:47: kann das tiefe Gespräch eine alternative Zukunft sein, auf die die Leute gewartet haben.

00:09:54: Und das zeigt uns einmal mal auch die Zukunft von Audiumedien ist offen.

00:10:00: wir haben's bereits erlebt und ich glaube dass das eine ganz wichtige Kenntnis ist grade im KI-Zahlteil.

00:10:07: KI macht es möglich, Content einfach und schnell zu produzieren.

00:10:12: Es gibt die Theorie des Dead Internets das das Internet sich quasi selbst abschafft weil so viel KI generierter Bullshit reinkommt dass wir die interessanten Sachen gar nicht mehr finden.

00:10:21: ich erinnere kurz daran LinkedIn war auch vor KI schon furchtbar.

00:10:25: KI hat den bullshit nicht erfunden aber es hat ihn beschleunigt Inhalte beliebig schnell zu produzieren.

00:10:32: drin rückt etwas anderes in den Vordergrund je mehr das passiert Und somit tritt das Menschliche wieder hervor.

00:10:39: Das ist genau das, was Podcastik von Anfang an so stark gemacht hat – diese Stimme im Kopf ein parasoziale Beziehung eine Bindung die sich aufbaut!

00:10:50: Ich habe teilweise Podcaster, die es seit zehn Jahren höre.

00:10:53: wenn ich dir heute auf der Straße sehen würde, würde ich sagen, ich hab' so eine intime Beziehungen zu dir ohne dass sie auch nur ahnen wer ich bin.

00:11:01: Das is ein faszinierendes Phänomen unserer Zeit.

00:11:04: Auswahl gibt es im Überfluss, Kuration nicht.

00:11:07: Das Muster ist einfach überall!

00:11:12: Und was passiert da draußen?

00:11:13: gerade alles?

00:11:14: Wir sehen zum Beispiel Twitch Leute die stundenlang jeden Tag einfach in die Kamera sprechen, nebenbei ein bisschen spielen oder mit dem Chat interagieren.

00:11:23: Ich weiß nicht wer von euch Miss Germany verfolgt hat.

00:11:25: seit zwei drei Jahren geht's ja nicht mehr nur darum Schönheit zu bewerten sondern sollen bewusst Frauen mit tollen Ideen empowert und gepusht werden.

00:11:35: Und dieses Jahr hat tatsächlich eine Livestreamerin den Wettbewerb gewonnen, weil sie durch ihre Livestremes auch über mentale Gesundheit ein breites Publikum gefunden hat.

00:11:46: oder Leute wie Derek G auf YouTube und Patron unterwegs macht der Listening-Partys bei denen es darum geht wirklich gute Musik wieder richtig anzuhören zuzuhören.

00:11:58: Inzwischen macht er Livestreams aus der Elbphilharmonie Aus Museen.

00:12:03: Die Leute geben ihm auf Patron ohne Ende Geld, weil dort eine totale Leidenschaft sichtbar wird.

00:12:09: Wieder für Qualität, für wirkliches Hinhörn auch für Expertentum wo Leute sich in die Tiefe mit was beschäftigen und das spricht Leute an diese Rolle des Kurators der Kuratoren.

00:12:24: Was ich auch spannend finde sind die Geschäftsmodelle die sich damit bewegen.

00:12:27: lange hatten wir ne Fokus auf Projektfinanzierung.

00:12:31: Ihr erinnert euch an Kickstarter und ähnliche Plattformen, wo es immer darum geht ging irgendwie ich hab dieses Produkt gibt mir Geld dafür.

00:12:42: Ich möchte was bauen gib mir die Anschubstfinanzierungen.

00:12:46: Und was wir in den letzten zwei drei Jahren sehen ist eine Entwicklung weg von der Projektfinanzierung hin zur Finanzierung von Personen.

00:12:55: Und Substack ist ein super Beispiel dafür Wo die Leser sagen, hey ich find's spannend was du schreibst.

00:13:02: Ich möchte dir monatlich was geben damit du das weiter tun kannst und damit du ein sichereres Einkommen hast als dir nur einmal sowas zu finanzieren.

00:13:12: Und es ist faszinierend zu beobachten wie viel Geld Leute inzwischen dafür ausgeben auf Patreon, auf Substack, Leute Monatlich zu finanzieren und damit in gewisser Weise Geld zu spenden, viel mehr als sie das früher vielleicht einmal irgendwie zur Weihnachten gemacht hätten.

00:13:27: Einfach Leute zu unterstützen die sich gut finden, die sie spannend finden von denen sie sich Insights und Korration erhoffen Das heißt... Die junge Generation entdeckt kommend aus der Algorithmenwelt gerade etwas wieder was bei euch schon ganz tief drin steckt im Radio, im Audio.

00:13:47: Es geht um eine Stimme zu haben.

00:13:49: Es geht um Präsenz, es geht um quasi live, es ist um Community, um diese parasozialen Beziehungen.

00:13:56: und das ist im Kernradio halt nur ohne Frequenz.

00:14:02: Dabei gibt es zwei Richtungen die ich besonders spannend finde.

00:14:05: Das eine ist das lokale der Rückzug ins kleine, ins nahe, ins vertraute.

00:14:12: Das ist für die Leute inzwischen real.

00:14:14: Gerade kommend aus den ganzen digitalen Plattform, wo alles Algorithmus ausgewählt ist, wo es endlose Feeds gibt.

00:14:24: Kommen Sie wieder dahin, dass sie sagen das überfordert mich, alles ist zu groß und abstrakt?

00:14:28: Und sie fragen sich wieder was passiert in meiner Nachbarschaft?

00:14:31: Wer sind die Leute?

00:14:32: Das heißt lokal verankerte Stimmen werden dadurch wieder wertvoller!

00:14:37: Und das zweite ist das thematische.

00:14:40: Ich folge bestimmten Menschen, weil sie auf einem Themativ drinstecken.

00:14:44: Und ich immer genau deren Take auf das haben will was gerade in der Welt passiert.

00:14:47: Das kann zu Information sein, das kann aber auch zur Kultur sein, es kann so etwas Musik sein wie wir ein Beispiel von Derek G gesehen haben.

00:14:56: Also Menschen den ich vertraue für mich die Informationsflut zu filtern und mir zu helfen besser durchzublicken.

00:15:05: was ist relevant?

00:15:06: Was ist spannend?

00:15:07: Was is' für mich interessant?

00:15:10: Und eine KI kann Stimmfelken, sie kann Präsenz felken.

00:15:13: Sie kann sogar Live-Felken aber sie kann nicht vor Ort sein.

00:15:17: und das bringt mich zu diesem eigentlichem Paar zurück... Was wäre wenn Audiophorie genau das ist was die Welt gerade braucht?

00:15:27: Was ist wenn Audioformate und Radio genau das sind was die welt grade braucht?

00:15:34: Der eigentliche Witz ist ja immer Wenn das Radio nicht erfunden worden wäre, man müsste es genau jetzt erfinden.

00:15:41: Weil genau jetzt ist dieses Bedürfnis und diese Wunsch total da... Ich möchte nicht das weichgespülte algoritmische Angebot!

00:15:49: Ich möchte das wo jemand sagt ich finde das gut?

00:15:52: Ich habe die Sendung zusammengestellt, ich erzähle euch was mich bewegt Und nicht was eine Chatchi Pity Zusammenfassung ausgeschmuckt hat.

00:16:01: Das glaube ich Ist der Grund Warum es für euch so wichtig ist, genau jetzt die Zukunft von Audiumedien ganz proaktiv zu gestalten und ganz bewusst diese Herausforderung aufzunehmen.

00:16:20: Eine eigene Zukunftsbild, eine eigene Zukunftgeschichte zu formulieren.

00:16:25: Und da ist natürlich die Frage wie macht man das?

00:16:29: Wie könnt ihr eure eigene Geschichte über die Zukunft?

00:16:33: Und dazu gibt's zwei wichtige Prinzipien.

00:16:36: Zwei Dinge, die ich immer wieder sehe wie Menschen sie falsch mache.

00:16:41: und das Prinzip Nummer eins dafür ist dass wir uns auf die Story statt auf abstrakte Vision konzentrieren müssen.

00:16:48: Wenn ich solche Dinge erzähle kommen Organisationen sagen Wir haben doch schon eine Vision, wir haben ein Vision Statement und ich sag so hey das ist wunderbar!

00:16:55: Das funktioniert total gut auf Kaffeetassen oder auf Motivationsposter.

00:17:00: aber wenn man die Leute dann fragt Aber wie sieht die Welt denn dann anders aus, wenn eure Vision wahr wird?

00:17:06: Da wird es schnell sehr dünn.

00:17:08: Weil das nicht trägt und keine Bilder im Kopf erzeugt.

00:17:12: Vision Statements sind ein guter Startpunkt aber die entscheidende Frage ist, wie genau sieht diese Welt aus?

00:17:21: Wie ist die konkrete Geschichte?

00:17:24: Unsere Vorstellungen von KI sind deswegen so stark weil wir Jahrzehnte von Science Fiction Filmen geprägt wurden.

00:17:29: Wenn ein Meeting jemand sagt, lass uns das mit Chachibiti machen.

00:17:33: Dann ist es nicht einfach ein praktisches Tool sondern da ist Terminator im Hinterkopf, da ist Samantha aus dem Film Hör Da sind verschiedene Archetypen von Science Fiction die wir bildlich im Kopf haben.

00:17:46: Science fiction hat nicht nur immer eine Vision geliefert Es hat eine Welt gebaut und emotionale Geschichten darin erzählt.

00:17:52: Und deswegen sind unsere Bilder von KI so stark lange bevor die Technologie Das liefern konnte, was die Geschichten versprochen haben.

00:18:01: Und deshalb ist meine Empfehlung statt bei allgemeinen Slogan wie Radio bleibt relevant zu bleiben.

00:18:10: beschreibt den Alltag einer Hörerin eines Hörers in fünf Jahren, beschreibt wie ein Sender in fünf bis zehn Jahren funktioniert, beschreibt wie das Umfeld ist, wie Menschen Medien konsumieren.

00:18:25: so malt diese Bilder vor Augen, von denen wie das aussehen kann.

00:18:30: Wie sich das verändert hat und wie starke Audio-Formate eine wichtige zentrale Rolle im Leben der Menschen spielen?

00:18:42: Was hat sich verändert?

00:18:43: Was sind die neuen Probleme?

00:18:45: Wie haben sich die Geschäftsmodelle verändert, spielt das durch.

00:18:48: Es hilft nicht nur euch selbst eurer Bild und dadurch dann auch eure Strategien klarer zu bekommen es hilft auch anderen Menschen damit zu Knecken sagen ja cool!

00:18:58: Das ist sehr schön.

00:19:00: wenn tatsächlich es so funktionieren würde in Zukunft da investiere ich mich gerne rein.

00:19:05: das würde ich mir wünschen.

00:19:08: Und dann haben wir ein zweites Prinzip.

00:19:11: das nenn ich Konsequenz statt Übergang.

00:19:14: Menschen hassen Veränderungen.

00:19:17: Es gibt inzwischen Untersuchung, die zeigen Leute bleiben lieber beim Status quo so furchtbar der auch ist wenn sie sich nicht ganz sicher sind wie das neue aussieht haben ein wahnsinniges Problem damit uns auf Veränderung einzulassen wenn wir nicht wissen wo Sie hinführen.

00:19:35: Wir wollen einfach Sicherheit haben.

00:19:37: wir sind ganz schlecht damit mit Unsicherheit umzugehen und deshalb ist es so wichtig nicht zu kommunizieren, wir müssen was verändern.

00:19:46: Sondern wenn wir das verändert haben sieht dann so die neue Welt aus und ist das nicht viel besser?

00:19:54: Das heißt es geht darum die Konsequenzen der Veränderung zu kommunikieren Nicht die Veränderungen selbst oder den Übergang dahin.

00:20:01: Die Veränderungs selbst zu kommunicieren das lässt uns im Unsächeren aber ein Bild zum mal wie's nachher besser ist Wenn wird durch die Verinnerung gegangen sind.

00:20:12: Das hilft enorm und der Schlüsselpunkt dabei ist das Konkrete.

00:20:18: Wir müssen konkreter werden!

00:20:20: Und deswegen habe ich noch was Besonderes für euch gemacht, ich hab nämlich mal um das viel plastischer zu machen uns euch nicht nur in der Theorie zu erklären zwei narrative konkrete Szenarien gebaut Um zwei Personen herum da es einmal Karina aus Krefeld eine Hörerin ... bei der es ganz stark um den lokalen Bezug geht.

00:20:45: Dann habe ich einmal Imke, ... ... Imke ist Programmchefin bei der Audiumarke Handel... und für beide habe ich mir überlegt wie sie in ... ... zwanzig fünfdreißig deren Alltag aus?

00:20:56: Wenn all diese Trends-und Entwicklungen tatsächlich so passieren würden,... ...wie wir sie in diesem Vortrag gehört haben.

00:21:05: Die Links zu den beiden Szenarien findet ihr in den Show Notes oder im Begleitmaterial zu diesem Podcast.

00:21:13: Aber ich will mal ganz bewusst Imke als die Programmchefin herausgreifen, weil ich glaube dass das sehr nah dran ist an dem was euch auch täglich beschäftigt.

00:21:22: Das heißt wir sind im Jahr zwanzig fünf dreißig.

00:21:27: Imke führt achtzehn Menschen bei der Audiumarke Handel KI läuft im Backend sie arbeitet in einer Pan-Europäischen Allianz und ihr wichtigstes Asset ist Wiebgeräuter.

00:21:37: Das ist nämlich die Stimme von ihrer Moderatorin.

00:21:42: Wiebkes Sendung hat achthunderttausend Wochen Hörer in, fast die Hälfte der gesamten Reichweite war Reichweiter der Marke.

00:21:50: Aber ich greife mal eine Szene heraus um euch ein Beispiel für so ganz konkrete Zukunftsgeschichte zu geben.

00:21:57: Zwar an einem Mittwoch-Nametag bietet Wipke um ein Gespräch.

00:22:01: Impe geht rüber.

00:22:03: jetzt gehen wir rein in die Szene.

00:22:04: es ist sechszehn Uhr Wipkes Büro.

00:22:07: Wipka hat das kleine Büro weil sie es so wollte.

00:22:10: Bücher an der Wand Ein Druck von einer Anna Adkins-Synatopie über dem Schreibtisch.

00:22:15: Sie bittet Imke herein, ohne aufzustehen.

00:22:19: Setz dich!

00:22:20: Imke setzt

00:22:20: sich.".

00:22:22: Ich habe ein Angebot vom Vorlauf", sagt Wiebke.

00:22:25: Seit zehn Tagen wollte ich, dass du das von mir hörst nicht aus den Branchenflur.

00:22:30: Vorlauf?

00:22:31: Die mit den jüngeren Hörern?

00:22:33: Politik in den Kopfhörern der sechzehnjährigen auf dem Schulweg?

00:22:36: Genau die.

00:22:38: Mehr als drei Millionen Wochenhörerinnen im Schnitt, achtundzwanzig Jahre alt.

00:22:42: Sie wollen jemanden der ihnen Wirtschaft erklärt ohne dass es nach Wirtschaft klingt.

00:22:47: Danke das du es mir sagst!

00:22:49: Sie bieten doppeltes Gehalt, eigene Show, fünfzehn Prozent Equity – sie haben noch keinen Wirtschaftstar.

00:22:55: Das ist der Aufschlag den sie zählen um einen aufzubauen.

00:23:00: Ich soll bei dem Handel bleiben für die Ankündigung.

00:23:04: Übergebe nach drei Monaten beginne dort zum ersten September.

00:23:08: Was hast du gesagt?

00:23:09: Ich habe gesagt, ich denke nach bis Mitte April im Geholt Luft.

00:23:15: Du hast bei uns acht Prozent!

00:23:17: Ich weiß und mein Direktkanal trägt meinen Gehalt zweimal und Vorlauf ist Politik nicht Wirtschaft.

00:23:22: Ich müsste neu lernen was meine HörerInnen bewegt.

00:23:25: das alles weiß ich Und ich bin forty-six und überlege was mit den nächsten zehn Jahren mache.

00:23:32: Wieb geschaut auf den Schreibtisch.

00:23:33: Du weißt, dass ich dich gern habe?

00:23:35: Das ist der Grund warum dieses Gespräch jetzt standfindet und nicht in drei Wochen im Genickte!

00:23:41: Was wäre dein Gegenszenario?

00:23:43: Zwölf Prozent Equity eine Sub-Stack Kollaboration, die ich unter dem Handelsschirm aufbaue mit eigenen Erlösbeteiligungen – eine vertragliche Ausstiegsoption nach drei Jahren ohne Wettbewerbsverbot.

00:23:54: Drei Jahre lang.

00:23:56: Dre Jahre ist die Zeit, die Ich brauche um zu wissen ob ich noch Lust habe Wirtschaft zu machen wenn ich auch Politik machen könnte.

00:24:02: Imke sitzt eine Weile, dann sagt sie Ich brauche bis Montag.

00:24:07: Hast du?

00:24:09: Wiebke Eine Frage Wenn Du bleibst Bleibst Du weil ich dir das Geld gebe.

00:24:13: Wenn Du gehst Gehst Du Weil Du Etwas Neues willst.

00:24:16: Was ist die Antwort wenn ich Dir alles biete Und Du trotzdem überlegst zu gehen?

00:24:21: Wiebkes schaut Sie lange an.

00:24:23: Dann Ist Die Antwort dass meine Hörerinnen mir folgen Nicht der Marke Dass Das Ein Problem ist Dass wir Beide nicht in Einer Verhandlung Lesen.

00:24:30: Ich weiß Ich weiß, dass du es weißt.

00:24:33: Imka steht auf bis Montag.

00:24:36: Bis Montag!

00:24:38: Sie geht raus den Frur lang in ihr eigenes Büro.

00:24:40: sie schließt die Tür was sie sonst nicht tut.

00:24:44: Imke hat bis Montags.

00:24:45: Wie wird sie entscheiden?

00:24:47: Wenn ihr wissen wollt was Imka an diesem Abend in ihren Notiz an die Geschäftsführung schreibt.

00:24:51: das vollständige Szenario findet ihr wie gesagt verlegt.

00:24:56: Das war einfach mal so ein Beispiel.

00:24:57: Und ihr merkt, das ist was ganz anderes als ein PowerPoint-Dokument über eine Zukunftsstrategie oder sowas sondern es springt direkt in die Welt, die wir bauen wollen.

00:25:10: Es macht neue Probleme auf aber es zeigt auch wie diese Welt anders funktionieren könnte und man kann ganz anders auf sie reagieren und ganz anders drüber nachdenken was in dieser Welt sinnvolle Strategien Unmöglichkeiten werden.

00:25:25: Und deswegen ist zum Abschluss dieses Impulses mir nochmal zwei Fragen wichtig und das sind die zwei Fragen, die ich in der einen oder anderen Form all meinen Kunden stelle.

00:25:39: Welche Geschichte wollt ihr über die Zukunft von Audiumedien erzählen?

00:25:45: Und welche Rolle wollt ihr in dieser Zukunft spielen?

00:25:50: Ich möchte euch darin bestärken mutig zu sein.

00:25:53: was gerade fehlt sind mutige eigene Geschichten über die Zukunft.

00:25:57: Es geht nicht darum, dass alles abgesichert ist und hundert Prozent zu kommen wird sondern es geht darum hier ist etwas dafür.

00:26:04: brenn wir daran.

00:26:05: glauben wir?

00:26:06: wer wollt ihr sein?

00:26:08: Wollt ihr Orientierung geben?

00:26:10: was brauchen die Menschen in der Zukunft?

00:26:13: ich habe vor vielen jahren einen Artikel über eine Wahl ein Zitat eines Wählers gelesen.

00:26:18: seitdem ist das für mich einer der absoluten Schlüsselsätze geworden weil ich glaube Das ist das was menschen sich von uns wünschen.

00:26:25: Dieser Satz lautet, erzähl mir von einer Zukunft bei der ich dabei sein möchte.

00:26:31: Genauso wie jemand damals kam und sagte was wäre wenn du dir jeden Tag drei Stunden Konversationen von spannenden Menschen in die Kopfhörer holen könntest?

00:26:40: Genauso jemand braucht es heute für Audio!

00:26:43: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

00:26:46: Das war Johannes Kleske mit einem Impuls der hoffentlich noch eine Weile nachwirkt.

00:26:52: Die beiden konkreten Zukunfts-Szenarien, die Johannes erwähnt hat rund um Carina aus Krefeld und Programmchefin Imke findet ihr verlinkt in den Shownotes.

00:27:02: Das war Umgehört der Medientalk.

00:27:05: Wenn euch die Folge gefallen hat abonniert uns gern Bis zum nächsten

00:27:18: Mal.

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